Good times, great friends
Die Geschichte von Simon Farell

Simon Farell erblickte im Winter vor 24 Wintern, dass Licht der Welt. Doch nach kurzer Freude in dem Hause seines Vaters, starb seine Gattin am Kindbettfieber und so herrschte bedrückte Stimmung über die Jahre, in denen Simon aufwuchs. Simon hatte einen Bruder, welcher sich den Rittern des Nordsterns angeschlossen hatte, und im Dienste derer durch das Land zog.
Simon verbrachte seine Jugend vorwiegend auf dem Sitz seines Vaters, umgeben von einigen treuen Dienern und Wächtern, welche im Dienste seines Vaters standen. Doch nach und nach verließen immer mehr Diener den Sitz seiner Familie, sein Vater stand in einem Konflikt mit einem anderen Adelshaus, das in Konkurrenz mit seinen Geschäften hier im Norden stand.
Nach einigen Jahren voller düsterer Vorzeichen sagte der Vater zu Simon, dass Simon zu seinem Bruder Baldur ziehen solle, um diesem ein wichtiges Dokument zu übergeben. Schon damals bemerkte Simon, dass irgendetwas bei seinem Vater nicht stimmen konnte.
Im Schutz der Nacht brach er mit reichlich Proviant und zwei der treuesten Wächter seines Vaters zur Feste der Ritter des Nordsterns auf.

Doch mitten in der Nacht sahen sie plötzlich am Horizont hinter ihnen die Feste seines Vaters in Flammen aufgehen, Simon konnte nur unter größter Anstrengung seiner Begleiter vom Umkehren abgehalten werden.
Als die Gruppe nur noch 2 Tage von der Feste der Ritter entfernt war, begegnete sie einer Gruppe umherziehender Kaufmänner. Als sie am Abend mit den Kaufleuten das Feuer teilten und mit ihnen aßen, merkte Simon plötzlich, dass seine Sinne ihn verließen und um ihn herum wurde alles Schwarz. Am nächsten Morgen erwachte er – als sein Blick sich festigte, erkannte er, dass die Karren der Kaufleute, die ihn am letzten Abend noch umgeben hatten, verschwunden waren, es lagen nur noch die beiden Leichen seiner Wächter neben ihm und sein Körper pochte vor Hitze.
Nach und nach kämpfte sich Simon durch die Kälte vor und erreichte nach anstrengenden Tagen, vom Fieber geschwächt, die Feste der Ritter des Nordsterns.
Dort verließen ihn seine Erinnerungen für eine Weile. Im Nachhinein erfuhr er, dass ein starkes Gift in seinen Adern gewesen sei, welches die Heiler nur mit größter Mühe hatten besiegen können. Durch den Mordanschlag auf sich niedergeschlagen, erfuhr er zugleich von noch einer erdrückenden Neuigkeit: Sein Bruder Baldur sei mit seiner Gruppe vom letzten Streifzug nicht zurückgekehrt und gelte seitdem als verschollen.
Simon erzählte niemanden etwas von dem Brief und so wuchs er im Schutze der ritterlichen Feste auf, wurde erzogen durch die Gelehrten und durch die Ausbilder der Ritter.

Man erkannte schnell, dass Simon nicht sehr geschickt war für den offenen Feldkampf. Er war zwar schnell, jedoch war es um seine Vitalität seit dem Giftanschlag nicht sonderlich gut bestellt, weshalb er noch anfälliger in schweren Rüstungen war.
Simon spezialisierte sich in langen, einsamen Trainingstunden auf den Umgang mit leichten Rüstungen und dem Abstand halten und Ausweichen gegenüber dem Gegner. Seine Lehrer betrachteten diese unritterliche Kampfweise mit Missgunst.
Über die Jahre hin wurde Simon größer und kräftiger, doch in ihm loderte immer gewaltiger das Feuer der Rache. Da er keine neuen Informationen von Baldur und den Mördern seiner Wächter und dem Wohl seines Vaters fand und die Ritter ihn zu einem Eintritt in den Orden drängten, verließ er eines Nachts mit wenig Proviant die Feste der Ritter. Er hinterließ nur einen Brief an seinen Ersatzvater Wilhelm.

Nach und nach zog er in Richtung seines Geburtshauses. Dort angekommen durchsuchte er die Grundmauern der Feste, fand jedoch nur eine alte Tratsche mit den Insignien seines Vaters und einige Kleidungsstücke seiner Familie. Dies alles nahm er mitsamt eines Kurzschwertes, das im Schwertkopf die Insignien seiner Familie trug, an sich und zog aus in die Städte des Nordens, um mit den Nachforschungen nach seinem Bruder und, was ihn noch viel mehr interessierte, nach den Mördern seines Vaters zu beginnen.

Nach Jahren der Wanderschaft erfuhr er von einigen Dörflern eines abgelegenen Ortes, dass sie eines Tages einen Ritter Baldur mit seiner Gruppe bewirtet hätten. Sie meinten, diese seien auf der Flucht und auf der Suche nach Ritter Baldurs Bruder. Wohin sie danach zogen, konnte ihm niemand sagen und so zog er weiter, gestärkt mit der festen Vorstellung, seinen Bruder noch finden zu können. Auf seinen Reisen lernte er, wie man sich am Leben hält, auch wenn ihn dies teilweise mit dem Verbrechen in Konflikt brachte.
Irgendwann kehrte er zu den Rittern zurück und übernahm kleinere Aufträge für diese.

Seinen letzten Auftrag brachte ihn zusammen mit einer Schildmaid der Ritter nach Halifar, wo er zusammen mit seiner Begleiterin Salz kaufen sollte, diesen Auftrag, welcher eigentlich überhaupt nicht zu seinen Aufgabengebieten gehört hatte er nur angenommen, um den Rittern seine guten Absichten und Einsatzwillen zu demonstrieren und außerdem weiter die Kampfstil der Barbaren erlernen zu können, welcher ihn schon bei seinem letzten Zusammentreffen faziniert hatten. Die Schildmaid betrachtete seine Trainingsstunden mit den Barbaren mit Suspeks, da ihr sowieso schon Simons Kampfstil nicht gefiel und er nun auch mit unritterlichen Kämpfe austrug. Simon hingegen war begeistert von der schnellen Kampfweise der Barbaren, welche beinahe mit seiner Wendigkeit mithalten konnten und somit für ihn ernstzunehmende Gegner Waren. Nachdem die Ritterin die Verträge ausgehandelt hatte und der Vertrag bei einigen Krügen Dunkelbier mit den Barbaren begossen wurden war, kehrten die beiden langsam wieder in Richtung Norden auf. Die Tage der Reise verliefen sehr ruhig, da die Schildmaid keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen Simon machte und sie mit Simons teilweiser impulsiver Handlungsweise nichts anzufangen wusste. Schließlich erreichen die Beiden das Gasthaus „Zum Eibenhain“ in dem sie einkehren, wobei Simon sein Glück bei den örtlichen Karten und Würfelspielern versuchte, aber seine Gewinne höchstens seine Ausgaben decken, auch gibt es keine neueren Informationen über seinen Bruder, sowohl in dem Gasthaus als auch in Halifar selbst.
Diese Tatsache war für Simon auch nicht sonderlich verwunderlich, da es unwahrscheinlich war das Baldur sich bis in den Süden vorgewagt habe.

Aber seine Suche sollte grade erst begonnen haben..........
21.8.06 15:04
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(9.10.06 18:53)
hey das ist echt schön. Geht das auch noch irgendwo weiter?

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